Blick in die Dauerausstellung. Bild: Muna Museum Grebenhain.

Grebenhain-Bermuthshain, Muna-Museum

Grebenhain-Bermuthshain, Muna-Museum

Muna-Museum Grebenhain, An der Alten Schule 7, 36355 Grebenhain, Deutschland

Gedenk- und Lernort.

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Grebenhain-Bermuthshain, Muna-Museum

Muna-Museum Grebenhain, An der Alten Schule 7, 36355 Grebenhain, Deutschland

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Muna-Museum Grebenhain, An der Alten Schule 7, 36355 Grebenhain, Deutschland

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Muna-Museum Grebenhain, An der Alten Schule 7, 36355 Grebenhain, Deutschland

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Objektinformation

Zugänglichkeit

Thema: krieg

Funktion: Museum

Eigentümer - Träger: Förderverein MUNA-Museum Grebenhain e. V.

Eigentümer - Träger Webseite: http://www.muna-grebenhain.de/

Zustand: sehr gut

Denkmalschutz: nein

Beschreibung:

Im Mai 2011 wurde in der um 1830 erbauten Alten Schule in Bermuthshain ein neues Museum eingeweiht. Als Gedenk- und Mahnstätte widmet sich dieses der ab 1936 von der Deutschen Wehrmacht auf der Gemarkung von Grebenhain unter strengster Geheimhaltung errichteten Luftmunitionsanstalt Hartmannshain (Muna).

Auf dem weiträumigen Gelände der Muna mit ca. 120 Munitionsbunkern und anderen Gebäuden wurden Arbeitskräfte aus der Umgebung, während des Krieges auch deutsche Dienstverpflichtete und Zwangsarbeiter eingesetzt. Am Ortsausgang von Bermuthshain entstand ab 1943 ein Barackenlager für 110 ukrainische Zwangsarbeiterinnen, die sehr schwere und gefährliche Arbeit mit Sprengstoffen leisten mussten, was zu Gesundheitsschäden und auch Todesfällen führte. Die Schicksale der ukrainischen, überwiegend sehr jungen Zwangsarbeiterinnen bilden einen Schwerpunkt der Präsentation.

Kurz vor dem Eintreffen amerikanischer Truppen sprengte die Wehrmacht Ende März 1945 die nahezu vollständig mit Munition gefüllten Bunker, wobei der Oberwald mit gefährlichen Munitionsrückständen verseucht wurde. Das Thema Entmunitionierung des Muna-Geländes wird in der Ausstellung durch Bodenfunde und Warntafeln veranschaulicht. Erst 1991 gelang es, eine intensive Entmunitionierung durchzusetzen, um einer Gefährdung oder Verseuchung des Grundwassers dauerhaft vorzubeugen.

Ab 1946 siedelten sich auf dem ehemaligen Muna-Areal zahlreiche, unter anderem von Flüchtlingen und Vertriebenen aufgebaute Industriebetriebe an. Zudem bestand hier seit 1957 ein „Berliner Ferienlager“, das Kindern und Jugendlichen aus West-Berlin Erholung bot. Wieder militärisch genutzt wurde das Gelände seit Ende der 1970er Jahre, als die USA hier ein Versorgungslager errichteten. Auf knapp 22 ha entstanden Bunkeranlagen für konventionelle Waffen und eine unterirdische Tankanlage.

Erst im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurde das NATO-Lager nach und nach aufgegeben. Heute dienen die Bunkeranlagen verschiedenen Firmen als Lagerraum. 2013 wurde in einem der Bunker eine Außenstelle des Muna-Museums eingerichtet, die im Rahmen einer Führung durch das Muna-Gelände zugänglich ist. (Text: Museen in Hessen/Muna Museum Grebenhain)

Literatur:

Dehnert, Walter: Das Muna-Museum Grebenhain. In: Hessischer Museumsverband. Mitteilungen,Bd. 41.2011, S. 8-9. Eigner, Carsten: Alte Schule soll sich als Schmuckstück präsentieren : "Neue Schule" in Bermuthshain zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut ; Vorgängerin wird "Museum". In: Heimat im Bild 2010, H. 1, S. o.Seitenz. Eigner, Carsten: Von der Dorfschule zum "Muna"-Museum : das alte Schulhaus von Bermutshain aus dem Jahr 1830 und seine wechselvolle Geschichte. In: Heimat im Bild2009, H. 49/50, S. o.Seitenz.


Web-Informationen: http://www.muna-grebenhain.de/