Barocke Kunstwerke in der Basilika St. Lubentius in Dietkirchen (Führung in Ergänzung zur Sonderausstellung im Lahn-Marmor-Museum Villmar)

Barocke Kunstwerke in der Basilika St. Lubentius in Dietkirchen (Führung in Ergänzung zur Sonderausstellung im Lahn-Marmor-Museum Villmar)

St. Lubentius, Herrenberg, Limburg an der Lahn-Dietkirchen, Deutschland

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St. Lubentius, Herrenberg, Limburg an der Lahn-Dietkirchen, Deutschland

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St. Lubentius, Herrenberg, Limburg an der Lahn-Dietkirchen, Deutschland

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Eventinformationen

Startzeit:
12.07.2025 14:30

Endzeit:
12.07.2025 16:30

Eintrittspreis:
-

Veranstalter:
Stiftung Lahn-Marmor-Museum

Veranstalter Web:

Adresse:
St. Lubentius, Herrenberg, Limburg an der Lahn-Dietkirchen, Deutschland

Beschreibung:

Die ehemalige Stiftskirche St. Lubentius, deren komplexe Baugeschichte überwiegend ins 8. bis 13. Jahrhundert datiert werden kann, birgt eine Fülle von Kunstwerken, vor allem aus dem 18. Jahrhundert. Im Rahmen der diesjährigen Sonderausstellung des Lahn-Marmor-Museums in Villmar „Lahnmarmor im Barock“ findet eine Führung in der Lubentiusbasilika in Dietkirchen statt. Im Mittelpunkt stehen die barocken Kunstwerke in und um die Kirche, beispielsweise die barocken Seitenaltäre und Epitaphien.

Treffpunkt ist die Treppe zum Haupteingang der Kirche, Herrenberg 1 in Limburg-Dietkirchen.

Der Limburger Kunsthistoriker Dr. Gabriel Hefele und Angelika Meuser vom Lahn-Marmor-Museum führen durch und um die Kirche.

 

Zur Ausstellung im Lahn-Marmor-Museum in Villmar:

Die Barockzeit war die erste Blütezeit des Lahnmarmors. Der prachtvolle Stein aus der Lahnregion erfüllte etwa ab dem Jahre 1600 die neuen Anforderungen der weltlichen und kirchlichen Fürsten und Landesherren an Denkmalgesteine für ihre Kirchen und Schlösser. Den neu entdeckten Marmor von der Lahn gab es in vielen Farbvariationen und Musterungen, überdies war er auf Hochglanz polierbar. In den ehemaligen Kurfürstentümern Trier, Mainz, Köln und der Pfalz findet sich eine große Zahl bedeutender Kunstwerke aus Lahnmarmor, besonders in den Domen von Trier und Mainz. Mit der Beendigung der alten Reichsordnung nach der französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen endete diese Hochphase der Lahnmarmorverwendung.

In der Ausstellung werden ausgewählte Werke gezeigt. Viele von ihnen entstanden im Auftrag der Fürsten. Sie beabsichtigten, mit der aufwändigen Ausstattung ihrer Gebäude den veränderten Geschmacksvorstellungen, die aus Italien und Frankreich kamen, gerecht zu werden und die konkurrierenden fürstlichen Nachbarn sowie die eigenen Untertanen zu beeindrucken. Neue Altäre, große Grabdenkmäler oder die Ausstattungen repräsentativer Bauten dienten diesem Zweck. Dabei wurde die eigene Macht als von Gott gegeben verstanden und dargestellt. Für die barocke Umgestaltung und Selbstdarstellung der Nassauischen Fürstentümer spielte der Lahnmarmor eine wichtige Rolle. Überall entstanden bemerkenswerte Werke aus dem heimischen Material. Auch die Auftraggeber, Architekten, Kunsthandwerker, beteiligte Bildhauer und die Steinmetze aus der Lahnregion werden in der Ausstellung vorgestellt.

Sonstiges:

Das Lahn-Marmor-Museum (www.lahn-marmor-museum.de) wurde 1997 gegründet und wird heute getragen von einer privaten Stiftung, die für den Museumsbetrieb keine öffentlichen Mittel erhält. Ein Museumsverein ist als Förderverein tätig. Das Museum besteht aus dem Museumsgebäude, dem Nationalen Geotop "Unica-Bruch" mit einem geologischen Lehrpfad, der Lahn-Marmor-Route von Wetzlar nach Balduinstein und dem Lahn-Marmor-Weg durch Villmar. Der Unica-Bruch wurde u. a. mit dem Prädikat Geotop des Monats durch die Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) ausgezeichnet (www.digitalgeology.de). Das Lahn-Marmor-Museum ist eines von 10 Geoinformationszentren des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus (Nationaler GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus – Willkommen im Geopark der Rohstoffe, geopark-wlt.de) und ein Museum der Industriekultur Mittelhessen (Industriekultur Mittelhessen – Industriekultur Mittelhessen, industriekultur-mittelhessen.de).