
Antje Helbig von der Brauerei Aug. Helbig KG begrüßt die Mitglieder des Arbeitskreises Industriekultur im Rosenhang Museum in Weilburg. Foto: Kirsten Steimel
Mitte September trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Industriekultur Mittelhessen im Rosenhang Museum in Weilburg. Der besondere Veranstaltungsort bot dabei einen passenden Rahmen: Die historischen Gebäude der ehemaligen Brauerei wurden mit viel Liebe zum Detail und einem ausgeprägten Gespür für Ästhetik saniert und beherbergen heute eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Vorbereitung der Tage der Industriekultur 2027, die vom 18. bis 27. Juni 2027 gemeinsam in den fünf mittelhessischen Landkreisen stattfinden werden. Neben der Planung der zentralen Eröffnungsveranstaltung im Vulkaneum Schotten ging es vor allem darum, die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure weiter zu stärken, Arbeitsabläufe zu optimieren und die vielfältigen Aktivitäten in der Region noch besser miteinander zu vernetzen.
Dabei wurde auch darüber gesprochen, welche Angebote Besucherinnen und Besucher bei den kommenden Tagen der Industriekultur besonders ansprechen könnten. Im Gespräch waren unter anderem besondere Veranstaltungen im Museum, Angebote für Familien und Kinder sowie Formate, die mehrere Veranstaltungsorte miteinander verbinden. Eine Idee ist beispielsweise, Industriekultur und regionale Landschaft bei gemeinsamen Radtouren zu verbinden.
Industriekultur gemeinsam gestalten
Ein wichtiges Anliegen des Arbeitskreises ist zudem der Austausch mit Unternehmen in der Region. Denn Industriekultur lebt nicht allein von historischen Gebäuden und Sammlungen, sondern auch von den Menschen und Betrieben, die die Wirtschafts- und Arbeitsgeschichte Mittelhessens geprägt haben und bis heute prägen.
Die Tage der Industriekultur bieten Unternehmen eine besondere Möglichkeit, ihre Geschichte, ihre Produkte, ihre Arbeitswelt und ihre Verbundenheit mit der Region sichtbar zu machen. Unternehmensführungen, Einblicke in Produktionsabläufe, historische Sammlungen, Mitmachangebote oder gemeinsame Veranstaltungen können dazu beitragen, Geschichte unmittelbar erlebbar zu machen.
Gesucht werden daher auch für 2027 Unternehmen, Institutionen und weitere Partner, die sich an den Tagen der Industriekultur beteiligen oder die Veranstaltungsreihe als Sponsor unterstützen möchten. Gemeinsam lässt sich zeigen, wie vielfältig und lebendig Industriekultur in Mittelhessen ist.
Austausch und Vernetzung über die Veranstaltung hinaus
Bei den Treffen des Arbeitskreises bleibt neben der konkreten Planung auch Raum für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Termine. So wurde beispielsweise auf die Wanderausstellung „Industriekultur Mittelhessen: Geschichten zum Staunen“ hingewiesen. Sie kann kostenfrei beim Naturpark Lahn-Dill-Bergland ausgeliehen werden und bietet eine weitere Möglichkeit, die regionale Industriegeschichte vor Ort sichtbar zu machen.
Im Anschluss an die Sitzung erhielten die Teilnehmenden unter der Führung von Antje Helbig von der Brauerei Aug. Helbig KG Gelegenheit, das Rosenhang Museum näher kennenzulernen. Dabei wurde deutlich, welche besondere Verbindung zwischen dem historischen Ort und seiner heutigen kulturellen Nutzung besteht.
Arbeitskreis verbindet Menschen und Orte
Seit 2013 bringt der Arbeitskreis Industriekultur unter der Leitung von Prof. Dr. Otto Volk engagierte Menschen aus Museen, Vereinen, Unternehmen und dem Tourismus zusammen. Ziel ist es, die industriegeschichtlichen Wurzeln der Region zu bewahren, neue Perspektiven auf die Arbeits- und Produktionswelt zu eröffnen und gemeinsam eine lebendige Industriekultur in Mittelhessen weiterzuentwickeln.
Mindestens zweimal im Jahr kommt der Arbeitskreis an wechselnden Orten der Industriegeschichte zusammen. So wird nicht nur Wissen ausgetauscht, sondern auch ein Netzwerk geschaffen, das die zahlreichen Initiativen und Akteure in Mittelhessen miteinander verbindet.
Ein wichtiger Baustein dieser Zusammenarbeit sind die Tage der Industriekultur, die alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Regionalmanagement Mittelhessen veranstaltet werden. Zehn Tage lang laden Veranstaltungen in den fünf mittelhessischen Landkreisen dazu ein, die industrielle Vergangenheit und Gegenwart der Region zu entdecken. Auf dem Programm stehen unter anderem Führungen, Unternehmensbesichtigungen, Mitmachaktionen, Wanderungen und weitere Veranstaltungen rund um die Industriekultur.
Gemeinsam wird für die Veranstaltungsreihe regional und überregional geworben. Ein zentraler Anlaufpunkt ist dabei die Website Industriekultur Mittelhessen, auf der die Veranstaltungen gebündelt vorgestellt werden.
Machen Sie mit!
Industriekultur lebt vom Mitmachen. Wir freuen uns über Unternehmen, Vereine, Museen, Initiativen und weitere Partner, die sich an den Tagen der Industriekultur 2027 beteiligen möchten. Ebenso sind Unternehmen und Institutionen willkommen, die die Veranstaltungsreihe als Sponsor unterstützen und damit dazu beitragen möchten, die Geschichte und Gegenwart der regionalen Arbeits- und Produktionswelt sichtbar zu machen.
Wenn Sie Interesse haben, sich einzubringen, eine Veranstaltung anzubieten oder die Tage der Industriekultur als Partner zu unterstützen, sprechen Sie uns gerne an.
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