Die Seifenfabrik Niepoth in Schlitz mit bemerkenswerten modernen Architekturformen | Aufnahme: O. Volk, 2013

Schlitz, Seifenfabrik Niepoth

Schlitz, Seifenfabrik Niepoth

Bahnhofstraße 34, 36110 Schlitz, Deutschland

Die bereits 1866 gegründete Seifenfabrik wurde 1893 in die neuen Gebäude an der Bahnhofstraße verlegt.

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Schlitz, Seifenfabrik Niepoth

Bahnhofstraße 34, 36110 Schlitz, Deutschland

Die bereits 1866 gegründete Seifenfabrik wurde 1893 in die neuen Gebäude an der Bahnhofstraße verlegt.

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Bahnhofstraße 34, 36110 Schlitz, Deutschland

Die bereits 1866 gegründete Seifenfabrik wurde 1893 in die neuen Gebäude an der Bahnhofstraße verlegt.

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Bahnhofstraße 34, 36110 Schlitz, Deutschland

Die bereits 1866 gegründete Seifenfabrik wurde 1893 in die neuen Gebäude an der Bahnhofstraße verlegt.

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Objektinformation

Zugänglichkeit

Thema:
verarbIndustrie

Funktion:
Seifenfabrik

Eigentümer - Träger:
unbekannt

Nutzungszeit:
(1896) Ende 1920 Jahre bis 1954

Baujahr:
(1896) Ende 1920 Jahre

Zustand:
gut

Denkmalschutz:
ja

Beschreibung:

Das auffallende helle Gebäude an der Ecke Bahnhofstraße / Otto-Zinßer-Straße, das heute einem Fahrzeughandel dient, wurde gegen Ende der 1920er Jahre für die Schlitzer Seifenfabrik Niepoth gebaut. 1866 hatte der Schlitzer Metzger Georg Ludwig Niepoth (1830-1898) die Firma „Seifenfabrik G.L. Niepoth & Co.“ gegründet und in einem Haus am Marktplatz die Seifenproduktion aufgenommen. Sie wurde 1893 in die neu erbaute Seifenfabrik an der Bahnhofstraße verlegt. Gegen Endes des Jahrhunderts umfasste die Produktion bereits verschiedene Seifensorten, Seifenpulver, Haaröl, Pomade, Schuhcreme, Kerzen und andere Produkte, die industriell gefertigt wurden. Nach dem Tod des Firmengründers und seines Sohnes Wilhelm 1898 führte Niepoths Schwiegersohn Friedrich Zöller (der Ehemann der Tochter Henriette Niepoth) die Firma bis zu seinem Tod 1927. Im folgte ihm sein Enkel Fritz Zöller als Geschäftsführer. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Firma mit der deutschen Teilung einen großen Teil ihrer bisherigen Kunden in Mitteldeutschland und musste 1954 den Betrieb einstellen.

Dem zweigeschossigen Gebäude von 1893 wurde in den 1920er Jahren ein architektonisch auffälliger Bau vorgesetzt, der durch „zwei schmale, niedrigere Flügel mit markant gerundeten Ecken und senkrechten Fensterbändern …, im oberen Drittel durch waagerechte, spitz vortretende Gesimse“ hervorsticht (Denkmaltopographie). Nach der Denkmaltopographie erinnert „die anspruchsvolle Fassadengestaltung … an in jener Zeit hochaktuelle Entwürfe etwa Erich Mendelsohns“.

Die älteren Fabrikgebäude im Hintergrund des Baus der 1920er Jahre (siehe unten die Aufnahme vom 30.4.2012) wurden im Herbst 2012 abgebrochen.

Die erhaltenen Gebäude der Fabrik sind aus architektur- und stadtgeschichtlichen sowie aus städtebaulichen Gründen Kulturdenkmal.

Literatur:

Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland : Kulturdenkmäler in Hessen. Vogelsbergkreis 2.2, bearb. von Walter Krug, 2016., S. 646