Hinterlandmuseum Biedenkopf. Bild: Otto Volk.

Biedenkopf, Hinterlandmuseum

Biedenkopf, Hinterlandmuseum

Zum Schloß 1, 35216 Biedenkopf, Deutschland

Das Hinterlandmuseum ist Ankerpunkt der Route der Arbeits- und Industriekultur Marburg-Biedenkopf.

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Objektinformation

Zugänglichkeit

Thema:
verarbIndustriebergbaueisen

Funktion:
Museum

Eigentümer - Träger:
Landkreises Marburg-Biedenkopf

Eigentümer - Träger Webseite:

Nutzungszeit:
1908 bis heute

Baujahr:
1908

Zustand:
sehr gut

Denkmalschutz:
ja

Beschreibung:

Das Hinterlandmuseum im Schloss Biedenkopf ist das kulturgeschichtliche Museum für den ehemaligen Kreis Biedenkopf, das sog. Hessische Hinterland. Es wurde am 25. September 1908 von dem ein Jahr zuvor entstandenen Geschichtsverein für den Kreis Biedenkopf, dem heutigen Hinterländer Geschichtsverein, gegründet und hat seinen Sitz von Anfang an im Schloss Biedenkopf. Das Schloss gehörte bis 1937 dem Königreich bzw. Freistaat Preußen und ging dann an den Kreis Biedenkopf über. Der Schwerpunkt der rasch anwachsenden Sammlungen, die heute rund 30.000 Objekte umfassen, lag vor allem bei Trachten, Möbelstücken und Alltagsgegenständen aus dem Hinterland. Unter dem Museumsleiter Friedrich Stoppel wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eine industriegeschichtliche Abteilung aufgebaut, die den Bergbau und das Hüttenwesen des Hinterlands in ausgewählten Objekten darstellte.

Seit der Kommunalreform von 1974 ist das Schloss Biedenkopf im Besitz des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der das Museum seit 1989 hauptamtlich betreuen lässt. Er wird dabei vor allem vom Schlossverein Biedenkopf e.V. ehrenamtlich unterstützt. Nach einer notwendigen baulichen Sanierung des Schlosses wurde die Dauerausstellung 1993 auf etwa 1.000 Quadratmetern Fläche in mehreren Stockwerken neu gestaltet. Zu den Ausstellungsbereichen gehören seitdem auch die Verkehrs-, Industrie- und Handwerksgeschichte.

Die Dauerausstellung im kreiseigenen Schloss Biedenkopf ist die erste von insgesamt fünf Ankerpunkten der Route der Arbeits- und Industriekultur des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Weil das Hinterlandmuseum alle Themen der Arbeits- und Industriekultur aufzeigt hat es für die Route im Landkreis eine besondere Bedeutung. An Hörstationen teilen Zeitzeugen ihre Erfahrungen aus der Arbeitswelt. Auch Lieder von Auswanderern lassen sich daran hören. Riech- und Mitmachstationen laden die Besucher zum Erleben ein. Darüber hinaus dokumentieren zahlreiche Fotos und Schriftstücke die Vergangenheit des Handwerks, der Industrie und der Landwirtschaft.

Finanziell gefördert hat das Konzept die Region Lahn-Dill-Bergland mit Mitteln der Europäischen Union und dem Land Hessen aus dem LEADER-Programm.

Literatur:

Bamberger, Gerald; Coburger, Antje: Die Geschichte des Hinterlandmuseums. In: Geschichten und Geschichte unserer Stadt, Band 2, 2004, S. 27-29.